August 30th, 2010 by toma
Dipl.-Ing. Sebastion Wagner vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau an der Bergakademie Freiberg stand in der vergangenen Woche verschiedenen Redaktionen als Interviewpartner zum Thema “Grubenunglück in Chile – Die Rettung der in 700 Metern Tiefe verschütteten Bergmänner” zur Verfügung. In Zeitungsinterviews für den Südkurier (26.8.) und den Tagesspiegel (26.8.) erklärt er, warum die Rettung so lange dauern muss.
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Juli 15th, 2010 by toma
Foto in hoher Auflösung: Pressefotos |
Prof. Matthias Reich ist seit 2006 Professor für Bohrtechnik, Spezialtiefbauausrüstungen und Bergbaumaschinen an der TU Bergakademie. Seit April 2007 ist er der Direktor des Instituts für Bohrtechnik und Fluidbergbau. Als kompetenter Ansprechpartner für die Medien zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist er extrem gefragt.
Prof. Reich in den Medien
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Im Bereich Tiefbohrtechnik ist er derzeit der einzige deutsche Professor. Der Fokus seiner Forschungen liegt auf alternativen Methoden zur Hartgesteinszerstörung. Je härter das Gestein, desto langsamer die Bohrgeschwindigkeit und desto höher die Bohrkosten. “Wir entwickeln zum Beispiel berührungslose Bohrmeißel, die das Gestein mit hochenergetischen Blitzen zerstören”, berichtet Prof. Reich.
Matthias Reich wurde 1959 in Osterode/Harz geboren. Nach der Ausbildung war er 16 Jahre in verschiedenen Positionen für die Entwicklung, Erprobung, Optimierung und Markteinführung neuer Bohrsysteme zuständig. 2004 schloss er an der TU Bergakademie eine nebenberufliche Promotion im Fach Tiefbohrtechnik ab. Jüngst erschien sein Buch “Auf Jagd im Untergrund – Mit Hightech auf der Suche nach Öl, Gas und Erdwärme”. Darin erfährt der Leser auf unterhaltsame und verständliche Weise, wie Öl gefunden und gefördert wird.
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Juni 22nd, 2010 by toma

Die 8 Professoren des Freiberger Hochdruck-Forschungszentrums (FHP) zusammen mit Frau Erika Krüger
Am Institut für Geotechnik der TU Bergakademie Freiberg wurde ein neues Großschergerät vom Typ GS-1000 in Betrieb genommen. Das Hochleistungsgerät wurde am Lehrstuhl für Felsmechanik unter Leitung von Prof. Konietzky in Zusammenarbeit mit sächsischen Firmen entwickelt und gebaut. Es ist das mit Abstand leistungsfähigste weltweit, nicht nur wegen seiner enormen Kräfte in den zwei Achsrichtungen (2 x 1000 kN), sondern vor allem wegen der Möglichkeit, dynamische Versuche bis 40 Hz unter Volllast zu fahren. Außerdem sind hydro-mechanisch gekoppelte Versuche mit Fluiddrücken von bis zu 100 bar möglich. Im April 2010 wurde Beisein von Stifterin Erika Krüger und dem Stifterrat der Dr. Erich Krüger Stiftung die Maschine ihrer Bestimmung übergeben.
Neben den Aktivitäten im Hochdruckforschungszentrum bietet dieses Schergerät einzigartige Untersuchungsmöglichkeiten im Hinblick auf das Festigkeits- und Deformationsverhalten von Gesteinsmatrizen und Klüften. Diese wiederum sind beispielsweise entscheidende Parameter für die Dimensionierung von Talsperren, Bergwerken und Felsböschungen. Die dynamischen und hydro-mechanisch gekoppelten Testmöglichkeiten ermöglichen aber auch Probleme der Tiefengeothermie, der CO2-Sequestrierung oder der Erdbebenforschung zu lösen. Aufgrund des enormen Kraftpotentials der Maschine können Spannungszustände simuliert werden, wie sie in etwa bis 5.000 Meter vorherrschen.
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Juni 3rd, 2010 by toma
Im “Drallkanal” am Institut für Mechanik und Fluiddynamik können Mini-Tornados unter kontrollierten Bedingungen erzeugt werden. Die imposante Forschungsanlage wurde im Rahmen des Forschungsprojekts Virtuhcon vom Lehrstuhl für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen entwickelt. Die Tornado-Forschung ist jedoch nur ein Nebenschauplatz. Das eigentliche Einsatzgebiet der Anlage ist die Überprüfung von Vorgängen in stark Drall-behaftete Strömungen, wie sie beispielsweise in einem Hochofen in der Stahlschmelze auftreten können.
Tornados wie der von Großenhain am Pfingstmontag 2010 entstehen, wenn drehende Luftströmungen in vertikale Richtung abgelenkt werden. Dann tritt der sogenannte Pirouetteneffekt auf, der die aufsteigende Luft immer schneller rotieren lässt. Allerdings sind die genauen Ursachen für die Tornadoentstehung sehr komplex und noch nicht vollständig verstanden.
Die Wissenschaftler des Instituts für Mechanik und Fluiddynamik stellen deshalb diese Strömungsbedingungen in ihrem Experiment nach. Durch die Untersuchungen wollen sie unter anderem die physikalischen Vorgänge in tornado-ähnlichen Strömungswirbeln erforschen.
Ansprechpartner:
Apl.-Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Schwarze
Institut für Mechanik und Fluiddynamik
Foto von Eckard Mildner (Anklicken für Großbild):
Sebastian Kern (l.) und Dr. Rüdiger Schwarze am Drallwasserkanal, einer Forschungsanlage im Rahmen des Virtuhcon-Projektes an der TU Bergakademie Freiberg. Der Wasserwirbel rotiert mit 30 Umdrehungen in der Minute.
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Juni 3rd, 2010 by toma

Prof. Jörg Matschullat (Geochemie und Geoökologie) wurde am 1. Juni 2010 in den Beirat der renommierten Zeitschrift “GAIA” berufen. “Das ist für mich eine hohe Auszeichung und ich bin nachgerade stolz darauf, befinde ich mich doch in diesem
Herausgeberkreis in sehr sehr guter Gesellschaft”, so Matschullat.
Die Zeitschrift GAIA - Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft ist eine transdisziplinäre wissenschaftliche Zeitschrift des Münchener oekom verlags, die sich mit Hintergründen, Analysen und Lösungen von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen befasst. Die in GAIA veröffentlichten Beiträge werden sowohl anhand fachlicher Kriterien als auch unter dem Aspekt einer fachübergreifenden Relevanz und Verständlichkeit ausgewählt. Namhafte Herausgeber, Beiräte und Autoren garantieren die hohe Qualität der Beiträge. Die Beiträge unterliegen einer doppelt blinden Fachbegutachtung (double-blind peer review) sowie der Prüfung durch einen fachfremden Gegenleser.
Die Zeitschrift geht zurück auf eine Initiative von Wissenschaftlern des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie der Universität Konstanz, des Instituts für Wirtschaft und Ökologie der Universität St. Gallen sowie des Departements für Umweltnaturwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. GAIA erscheint seit 2001 im Zeitschriftenprogramm des oekom verlags.
Quelle: Wikipedia
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Mai 25th, 2010 by toma
2009 startete an der TU Bergakademie Freiberg ein Forschungsprojekt im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Sachsen. Sein Titel: “Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch Atomares Design und Defekt-Engineering (ADDE)”. Sprecher ist Prof. Dr. David Rafaja, Institut für Werkstoffwissenschaft.
Das Ziel des Spitzentechnologieclusters ADDE ist die Entwicklung moderner Hochleistungswerkstoffe mit hoher Funktionalität und Effizienz für Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Materialien für Photovoltaik, spezielle Materialien für Mikroelektronik, wie z.B. Materialien für elektronische Schalter, Speicher und Sensoren, weiterhin ultraharte Werkstoffe für die Herstellung von Werkzeugen, hochtemperaturkorrosionsfeste Werkstoffe und hochfeste duktile Werkstoffe für den Maschinen- und Fahrzeugbau.
Der gemeinsame wissenschaftliche Ansatz aller Teilprojekte ist eine gezielte Modifizierung und Gestaltung von Materialeigenschaften durch den Einbau von Defekten in die atomare Struktur der Werkstoffe. Diese Defekte werden nicht wie üblich als nachteiliges Phänomen betrachtet, sondern als ein Werkzeug zur Verbesserung der Materialeigenschaften. Die Aufgaben der am Spitzentechnologiecluster beteiligten Wissenschaftler sind daher, die Rolle der Defekte in Werkstoffen zu verstehen, um sie für maßgeschneidertes Design der Werkstoffe nutzen zu können, und Technologien zu entwickeln, mit denen die Ergebnisse der Grundlagenforschung schnell in der Praxis umgesetzt werden können.
Im Rahmen des Spitzentechnologieclusters ADDE werden hauptsächlich Investitionen in die Infrastruktur und in den wissenschaftlichen Nachwuchs vorgenommen. Dafür wurden unter anderem die gerätetechnische Ausstattung und die Anlauffinanzierung von methodischen Kompetenzzentren beantragt. Dadurch werden die an der TU Bergakademie Freiberg vorhandene Kompetenzen gebündelt und die interdisziplinären Kooperationen gestärkt, welche die TU Bergakademie Freiberg wissenschaftlich profilieren.
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