Mein Name ist Immanuel Weber. Ich studiere an der Bergakademie Freiberg, im Master LagerstÀttenkunde. Seit dem Wintersemester 2011/12 studieren drei weitere Studenten der TU Bergakademie und ich an der University of Alberta, in Edmonton/Canada.
Durch ein Austauschprogramm zwischen der Bergakademie und der University of Alberta ist es möglich, dass Studierende jeweils an der PartneruniversitĂ€t fĂŒr ein Semester studieren können.
Ich bin am 19. August in Vancouver angekommen. Dort hielt ich mich zwei Tage auf. AnschlieĂend fuhr ich mit dem Greyhound-Bus nach Jasper, in eine Kleinstadt inmitten der Rocky Mountains.
Von dort aus kann man sehr schöne Wanderungen zu den umliegenden Seen und Bergen unternehmen. Dabei ist der Maligne Lake (Foto) besonders lohnenswert. Dieser liegt auf 1670 Metern Höhe und ist ĂŒber 20 Kilometer lang. Besonders beeindruckend ist das Panorama der umliegenden Berge.

Anfang September hat das Herbst-Semester hier in Edmonton begonnen. Ich bin hier fĂŒr drei Kurse
eingetragen. Der Erste nennt sich âHydrocarbon Reservoir Analysisâ und beschĂ€ftigt sich damit,
welche geologischen Faktoren eine ErdöllagerstÀtte kontrollieren.
Der zweite Kurs ist âRock Properties, Petrophysics, Well Log Analysisâ. Dieser hat zum Ziel,
anhand von geophysikalischen Messungen in einem Bohrloch Aussagen ĂŒber die Gesteine im
Untergrund zu machen, z.B. Gesteinstyp, PorositĂ€t, Ăl oder Gasgehalt.
In âSeismic Interpretationâ werden seismische Profile analysiert und die Lage der
geologischen Horizonte bestimmt. Die erwĂ€hnten Profile gehen auf Messungen zurĂŒck, bei
denen Schallwellen durch den Untergrund geschickt werden. An TrennflÀchen von Horizonten mit einem hohen Kontrast in der Schallgeschwindigkeit werden diese reflektiert und an der OberflÀche durch Geophone, Spezial-Mikrophone, aufgenommen. Ziel ist die bestmögliche
dreidimensionale Vorstellung der LagerstÀtte.
Die UniversitĂ€t bietet neben dem Studium ein reichhaltiges Angebot an sportlichen AktivitĂ€ten. So kann die Schwimmhalle, das Fitnessstudio der Uni oder auch verschiedene Sportkurse, zum Beispiel fĂŒr Kickboxen genutzt werden.
Auf der âgoabroad-Messeâ am 5. Oktober 2011 haben wir die Bergakademie Freiberg vertreten und ĂŒber
das Studienangebot informiert. Besonders interessant war fĂŒr die Studierenden die jĂ€hrlich
stattfindende Summerschool in Freiberg. In ihr können sich Studierende verschiedener Fachrichtungen auf dem Gebiet nachhaltiger Energiegewinnung weiterbilden. FĂŒr diese Veranstaltung werden jedes Jahr Helfer gesucht. FĂŒr Freiberger Studenten eine gute Gelegenheit, mit Kanadiern in Kontakt zu kommen und sein Englisch zu pflegen.
Wer selbst an der UofA studieren möchte, sollte nach entsprechenden Programmen am Internationalen UniversitĂ€tszentrum (IUZ) der TU Bergakademie Freiberg Ausschau halten. Empfehlenswert ist es, sich einmal mit Frau Lange zu treffen und ĂŒber den Aufenthalt zu reden oder eine der Infoveranstaltungen des IUZ zu besuchen.
Wer nicht ins Ausland gehen möchte, aber trotzdem sein Englisch in der Praxis verbessern möchte, kann als Mentor fĂŒr internationale Studierende tĂ€tig werden. Als Mentor hilft man seinen Gast-Kommilitonen in den ersten Studien-Wochen in Deutschland.


Panoramas von Vancouver, Kanada, Fotograf: Immanuel Weber
Bei meinem Aufenthalt in Kanada werde ich unterstĂŒtzt durch das Auslands-Bafög, die Freunde & Förderer der Technischen UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg e.V. und meine Familie.
In meinem Blog (immanuel-weber.de) berichte ich ĂŒber meinen Aufenthalt und gebe Tipps fĂŒr zukĂŒnftige Austauschstudenten an der UofA. Das Ziel ist die wichtigsten BeitrĂ€ge in einem Gesamtbericht zusammenzufassen, der als erste Starthilfe dienen kann.









