Auslandssemester in Kanada

Januar 12th, 2012 by toma
Immanuel Weber in Kanada

Mein Name ist Immanuel Weber. Ich studiere an der Bergakademie Freiberg, im Master LagerstÀttenkunde. Seit dem Wintersemester 2011/12 studieren drei weitere Studenten der TU Bergakademie und ich an der University of Alberta, in Edmonton/Canada.

Durch ein Austauschprogramm zwischen der Bergakademie und der University of Alberta ist es möglich, dass Studierende jeweils an der PartneruniversitĂ€t fĂŒr ein Semester studieren können.

Ich bin am 19. August in Vancouver angekommen. Dort hielt ich mich zwei Tage auf. Anschließend fuhr ich mit dem Greyhound-Bus nach Jasper, in eine Kleinstadt inmitten der Rocky Mountains.

Von dort aus kann man sehr schöne Wanderungen zu den umliegenden Seen und Bergen unternehmen. Dabei ist der Maligne Lake (Foto) besonders lohnenswert. Dieser liegt auf 1670 Metern Höhe und ist ĂŒber 20 Kilometer lang. Besonders beeindruckend ist das Panorama der umliegenden Berge.

Maligne-Lake, Panoramabild

Anfang September hat das Herbst-Semester hier in Edmonton begonnen. Ich bin hier fĂŒr drei Kurse
eingetragen. Der Erste nennt sich „Hydrocarbon Reservoir Analysis“ und beschĂ€ftigt sich damit,
welche geologischen Faktoren eine ErdöllagerstÀtte kontrollieren.

Der zweite Kurs ist „Rock Properties, Petrophysics, Well Log Analysis“. Dieser hat zum Ziel,
anhand von geophysikalischen Messungen in einem Bohrloch Aussagen ĂŒber die Gesteine im
Untergrund zu machen, z.B. Gesteinstyp, PorositĂ€t, Öl oder Gasgehalt.

In „Seismic Interpretation“ werden seismische Profile analysiert und die Lage der
geologischen Horizonte bestimmt. Die erwĂ€hnten Profile gehen auf Messungen zurĂŒck, bei
denen Schallwellen durch den Untergrund geschickt werden. An TrennflÀchen von Horizonten mit einem hohen Kontrast in der Schallgeschwindigkeit werden diese reflektiert und an der OberflÀche durch Geophone, Spezial-Mikrophone, aufgenommen. Ziel ist die bestmögliche
dreidimensionale Vorstellung der LagerstÀtte.

Die UniversitĂ€t bietet neben dem Studium ein reichhaltiges Angebot an sportlichen AktivitĂ€ten. So kann die Schwimmhalle, das Fitnessstudio der Uni oder auch verschiedene Sportkurse, zum Beispiel fĂŒr Kickboxen genutzt werden.

Go Abroad Fair mit vier Studierenden, links Immanuel WeberAuf der „goabroad-Messe“ am 5. Oktober 2011 haben wir die Bergakademie Freiberg vertreten und ĂŒber
das Studienangebot informiert. Besonders interessant war fĂŒr die Studierenden die jĂ€hrlich
stattfindende Summerschool in Freiberg. In ihr können sich Studierende verschiedener Fachrichtungen auf dem Gebiet nachhaltiger Energiegewinnung weiterbilden. FĂŒr diese Veranstaltung werden jedes Jahr Helfer gesucht. FĂŒr Freiberger Studenten eine gute Gelegenheit, mit Kanadiern in Kontakt zu kommen und sein Englisch zu pflegen.

Wer selbst an der UofA studieren möchte, sollte nach entsprechenden Programmen am Internationalen UniversitĂ€tszentrum (IUZ) der TU Bergakademie Freiberg Ausschau halten. Empfehlenswert ist es, sich einmal mit Frau Lange zu treffen und ĂŒber den Aufenthalt zu reden oder eine der Infoveranstaltungen des IUZ zu besuchen.

Wer nicht ins Ausland gehen möchte, aber trotzdem sein Englisch in der Praxis verbessern möchte, kann als Mentor fĂŒr internationale Studierende tĂ€tig werden. Als Mentor hilft man seinen Gast-Kommilitonen in den ersten Studien-Wochen in Deutschland.

Vancouver_Panorama

Vancouver2_Panorama

Panoramas von Vancouver, Kanada, Fotograf: Immanuel Weber

Bei meinem Aufenthalt in Kanada werde ich unterstĂŒtzt durch das Auslands-Bafög, die Freunde & Förderer der Technischen UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg e.V. und meine Familie.

In meinem Blog (immanuel-weber.de) berichte ich ĂŒber meinen Aufenthalt und gebe Tipps fĂŒr zukĂŒnftige Austauschstudenten an der UofA. Das Ziel ist die wichtigsten BeitrĂ€ge in einem Gesamtbericht zusammenzufassen, der als erste Starthilfe dienen kann.

Bohrtechnik-Exkursion nach Russland

Januar 12th, 2012 by toma

Zwei filmische Berichte ĂŒber ihre Russland-Exkursion 2011 haben die Teilnehmer auf Youtube veröffentlicht:

1. Tjumen: http://www.youtube.com/watch?v=tuBa1HYkOTQ
2. Jekaterinburg und Moskau: http://www.youtube.com/watch?v=BGXjB-Pfn24

SchĂŒler-Newsletter 5/2011

November 3rd, 2011 by sacherma

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SchĂŒler-Newsletter 4/2011

August 11th, 2011 by sacherma

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Wissenschaft + Unterhaltung = ??

Juli 12th, 2011 by toma

Bericht vom 1. Freiberger Science Slam
am 18. Juni 2011

Was hat der Heisenberg-Kompensator aus der Enterprise mit einem StĂŒck Kohle und schönen physikalischen Formeln zu tun? Ganz einfach. Das alles waren Themen des 1. Freiberger Science Slam.

Los ging es mit dem Vortrag von Prof. Heitmann. Als Professor nahm er selbstverstĂ€ndlich nicht am Wettbewerb teil, da er durch seine LehrtĂ€tigkeit gegenĂŒber den anderen Teilnehmern einen deutlichen Erfahrungsvorsprung hatte. Er berichtete von Sendestationen in Nanometerbereich und wie diese funktionieren. Dabei spielt auch die Heisenbergsche UnschĂ€rferelationen eine Rolle, die besagt, dass Ort und Impuls eines Teilchen niemals gleichzeitig exakt bestimmt werden können. In der Enterprise wurde dieses Problem durch den Heisenberg-Kompensator ĂŒberwunden wird, aber leider nie erzĂ€hlt, wie dieser funktioniert. Abgerundet wurde der Slam durch ein physikalisches Experiment, bei dem Leuchtstoffröhren durch ein Hochfrequenzfeld zum Leuchten angeregt wurden, ohne dass sie an ein Stromnetz angeschlossen waren.

Über die Reihenfolge der weiteren VortrĂ€ge entschied nun das Los. Lars-Erik GĂ€rtner startete als Erstes und zeigte uns den Leidensweg der Kohle. Pflanzen und Tiere stehen unter Schutz und haben bei uns einen hohen Stellenwert, aber Kohle wird ohne RĂŒcksicht ausgegraben und zur Energiegewinnung verbrannt. Er appellierte an uns, die Kohle zu schĂŒtzen und unseren ausbeuterischen Weg zu ĂŒberdenken.

Conrad Uhlig beeindruckte mit Rekorden: Den höchsten und tiefsten Temperaturen, die die Menschen erreichen können, die energiereichsten Laser und vielen weiteren wissenschaftlichen Leistungen, die die Grenzen der Wissenschaft immer weiter verkleinern. Die Zahlen waren wirklich beeindruckend. So braucht man beispielsweise 10 hoch 15 Laserpointer, um die Energie des energiereichsten Lasers zu erzeugen.

Wie wĂ€re es, wenn wir Gedanken lesen könnten? Das dies in Grenzen schon möglich ist, zeigte uns Stefanie Höfig. Sie prĂ€sentierte in ihrem Slam, wie man einen Computer mit Gedanken steuern kann. Durch Ă€ußere Elektroden werden die Signale des Gehirns gelesen und dann im Computer verarbeitet. Dabei entstehen natĂŒrlich eine Menge Daten, die gefiltert werden mĂŒssen. Mit einer VorfĂŒhrung, bei der eine Kiste im Computer mittels Gedankenkraft gesteuert werden konnte, endete ihre beeindruckende PrĂ€sentation.

Das 3D-Kino kennen wir bereits seit einigen Jahren. Die 3D-Bilder werden entweder aufwendig am Computer erstellt oder mittels spezieller und teurer Kameras aufgenommen. Das es auch gĂŒnstiger geht, bewies der nĂ€chste Slammer Martin Reinhardt. Als Kamera nutzte er eine Microsoft Kinect, die eigentlich fĂŒr Spiele mit Bewegungssteuerung vorgesehen ist. Wenn nun diese Kamera ein Objekt, dass auf einer speziellen Unterlage platziert ist, von mehreren Seiten filmt, erstellt der Computer aus den Bildern ein 3D-Bild. Dieses kann man dann am Computer drehen und wenden und das Objekt so von mehreren Seiten betrachten. Zum Abschluss des Slams fĂŒhrte er live den 3D-Scan eines alten Telefons vor.

Können physikalische Formeln schön sein? Mit dieser Frage beschĂ€ftige sich der letzte Slammer Rico Friedrich. Wo die anderen Slammer noch mit Formeln noch gespart hatten, schrieb er gleich am Anfang eine solche an die Tafel: e^(i*π) + 1 = 0. Diese Formel wurde von den Mathematikern zur schönsten Formel gewĂ€hlt, da sie alle grundlegenden GrĂ¶ĂŸen der Mathematik enthĂ€lt: e, i, π, 1 und 0. Durch die berĂŒhmte Formel E = mc^2 wird gezeigt, dass eine kleine Menge an Masse SEHR viel Energie enthĂ€lt, die beispielsweise beim Zustammenstoß von Teilchen frei werden kann. Wenn sich diese beiden Teilchen nun miteinander verbinden, so ist das Produkt etwas leichter er als die Summe der einzelnen Teilchen. Die Masse, die beim Produkt fehlt, wurde in Form von Energie an die Umgebung abgegeben. Dieser Prozess lĂ€uft auch in der Sonne ab und nur deshalb kann es uns ĂŒberhaupt geben.

Wie beim Science Slam ĂŒblich, wurden die Slammer direkt nach ihren VortrĂ€gen vom Publikum bewertet. Man konnte schon am Applaus der Zuschauer hören, wer gewonnen hatte. Es war Rico Friedrich. Mit seinem eindrucksvollen Slam konnte er das Publikum ĂŒberzeugen und erziehlte 56 von 60 möglichen Punkten. Zum PrĂ€sentieren nutzte er nur die Tafel und ein StĂŒck Kreide und konnte sich trotzdem gegen die anderen Slammer mit ihrer aufwendigen Technik durchsetzen. Einen Herzlichen GlĂŒckwunsch auch von dieser Stelle. Doch letztlich waren alle VortrĂ€ge spannend und die Zuschauer wurden sehr gut unterhalten.

Im nÀchsten Jahr ist wieder ein Science Slam geplant.

Folgende VortrÀge wurden gehalten:

  • Rico Friedrich, Student im Masterstudiengang Angewandte Naturwissenschaft
    Thema: Die Schönheit physikalischer Formeln
  • Dipl.-Ing. Lars-Erik GĂ€rtner, Doktorand am Institut fĂŒr Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
    Thema: wird noch bekanntgegeben
  • Stefanie Höfig, Studentin im Bachelorstudiengang Network Computing
    Thema: Brain Computer Interfaces
  • Conrad Uhlig, Student im Bachelorstudiengang Maschinenbau
    Thema: wird noch bekanntgegeben
  • Martin Reinhardt, Student im Diplomstudiengang Angewandte Mathematik
  • Martin Backasch, Tobias Schröder, Studenten im Bachelorstudiengang Network Computing
  • Christian Schlegel, Steffen Dach, Studenten im Masterstudiengang Network Computing
    Thema: 3D-Scan 2.0
  • Außerhalb der Wertung: Prof. Dr. Johannes Heitmann, Direktor des Instituts fĂŒr Angewandte Physik der TU Bergakademie Freiberg
    Thema: Nanokristalline Sendestationen oder wie der Heisenbergkompensator an Bord der Enterprise funktioniert

Text: Michael Heyne
Film: Bastian Fermer

SchĂŒler-Newsletter 3/2011

Juni 28th, 2011 by sacherma

Bildschirmfoto 2011-06-28 um 11.10.48

“Running Dinner” im Mai 2011

Mai 31st, 2011 by toma

von Torsten Mayer

Am Samstag, dem 21. Mai 2011, bekochten und bewirteten sich 13 Teams beim “Running Dinner” des Arbeitskreis AuslĂ€ndische Studierende an der TU Bergakademie Freiberg (AKAS). Die Kennenlern-Abendessen wird seit 2003 durchgefĂŒhrt. Das Besondere daran ist, dass die drei GĂ€nge nicht an ein und demselben Ort eingenommen werden, sondern an drei verschiedenen. Jedes Kochteam heißt je zwei weitere Teams in seiner Wohnung oder Wohngemeinschaft willkommen.

Gruppenbild beim Running Dinner, Mai 2011 Running-Dinner-Teams bei der Nachspeise

Die Wege zwischen den GĂ€ngen mĂŒssen rechtzeitig angetreten werden, damit die anderen Teams nicht vor dampfenden Tellern warten mĂŒssen.

Manche Teilnehmer kommen jedoch außer Atem am Ziel an, etwa, weil nicht jede Adresse sich ab Anhieb finden lĂ€sst.

“Bei einem gut vorbereiteten Running Dinner wird es nie langweilig.”, berichtet Sandra Jahne, eine der Organisatorinnen aus Erfahrung. Die 24-jĂ€hrige ist seit Oktober 2006 im AKAS aktiv. Sie stellt die PlĂ€ne zusammen, ohne die kein Team zum anderen finden wĂŒrde und sie kocht selbst. Diesmal eine Vorspeise: “Schotenklump”, eine krĂ€ftige Suppe mit Suppenfleisch, grĂŒnen Erbsen und Möhren sowie KlĂ¶ĂŸchen aus Mehl, Zuker, Salz, Butter und Eiern.”

“Das ‘Running Dinner’ war sehr gut organisiert. FĂŒr mich die ideale Veranstaltung: Man lernt nette Leute kennen, die verschiedensten Wohnmöglichkeiten fĂŒr Studenten in Freiberg und immer wieder neue, leckere Gerichte,”, schwĂ€rmt Pamela Akivaga aus Kenia. Sie studiert seit 2010 in Freiberg.

In der Wohngemeinschaft von Tom Schreiber wurden die GĂ€ste mit KrĂ€utertee begrĂŒĂŸt. Die acht verschiedenen KrĂ€uter, darunter Spitzwegerich, Pfefferminze, Salbei, Wacholder und Zitronenmelisse, sammelt und trocknet der Maschinenbaustudent fĂŒr seine Spezial-Teemischung selbst. Das Hauptgericht seines Kochteams stand dem Tee in puncto NatĂŒrlichkeit in nichts nach: Hirse-Auflauf mit Staudensellerie und gerösteten Sonnenblumenkernen.

Die Freibergerin Katrin Pilz sagt nach der Malzeit: “Als angehende Vegetarierin finde ich es toll, dass uns so schmackhaftes Gericht aus lauter natĂŒrlichen Zutaten serviert wurde. Ich kann es kaum erwarten das neue Rezept zu Hause auszuprobieren.”

Im Anschluss an das Essen treffen sich alle Kochteams im egegnungsraum im GebĂ€ude der Neuen Mensa. – Vorausgesetzt, dass es nicht zu vielen Gruppen in den “Nachtisch-WG” so gut gefĂ€llt, dass sie gleich dort bleiben, in Ruhe verdauen und noch von sich und ihrer Heimat erzĂ€hlen.

Das Running Dinner wird regelmĂ€ĂŸig Ende Oktober durchgefĂŒhrt. Internationalen StudienanfĂ€ngern hilft es, ihre Kommilitonen und ihren Studienort nĂ€her kennen zu lernen. Zum ersten Mal war auch die Freiberger Bevölkerung zum Running Dinner eingeladen.

Oscar Winner Talks to Otto Students

Mai 12th, 2011 by toma

by Prof. Michael Hinner

Chris Pelzer, Oscar-Gewinner

Chris Pelzer, Oscar-Gewinner

On Tuesday, May 10, 2011, Chris Pelzer, Academy Award winner, visited the TU Bergakademie Freiberg and talked with more than 30 students about filmmaking. Chris Pelzer had agreed to come down to Freiberg, Saxony, after the American Consulate General in Leipzig had established the contact. For more than 10 years now, students of the TU Bergakademie have had the unique opportunity of participating in a special course focusing on filmmaking. The student participants who major in business, geosciences, and engineering not only learn how to make movies, but actually have to produce a short film by the end of the semester which are then presented to the public at the Otto Awards in July. So getting some helpful tips from an acknowledged expert was a very valuable experience. Chris Pelzer gave a lively talk on filmmaking that explained and showed how movies use visual images to convey their messages. The presentation included film clips spanning the decades from the silent movie era to the present to demonstrate how the medium works. Instead of the planned ninety minutes, the talk actually went into overtime because the students had so many questions. In the words of one of the students, “after all, how often do you get to meet and talk to a real live Oscar winner….”

Freiberger Studenten in Glasgow

April 21st, 2011 by toma

Vom 12. – 17. April waren zwölf Studenten des IAESTE Lokal Komitees Freiberg zum „IAESTE Connect“ in Glasgow, Schottland.
Doch was ist eigentlich IAESTE? Es ist eine internationale Organisation zum Austausch von Praktikanten mit weltweit ĂŒber 80 Mitgliedsstaaten. Hier bekommen Studenten aus aller Welt die Chance ĂŒber ein bezahltes Auslandspraktikum fremde LĂ€nder und Leute kennen zu lernen. In Deutschland wird das ganze durch finanzielle Mittel des DAAD unterstĂŒtzt und vor Ort durch die Lokale Komitees koordiniert.
Auch in Freiberg haben wir ein solches LC, in dem sich Studenten ehrenamtlich um die auslĂ€ndischen Praktikanten an unserer UniversitĂ€t kĂŒmmern und Freiberger Studenten PraktikumsplĂ€tze rund um den Globus organisieren.
Um mit anderen LC’s aus z. B. Irland, Norwegen, Schweiz und Kroatien Kontakte zu knĂŒpfen, wurde ein internationales Treffen in Schottland organisiert. Es gab gemeinsame Seminare ĂŒber Finanzierung, Strukturierung und die Möglichkeiten des Internets fĂŒr IAESTE, auf denen Erfahrungen getauscht und natĂŒrlich internationale Beziehungen und Freundschaften geschlossen wurden.

Freiberger IAESTE-Mitglieder in Glasgow
Die eigentlichen Highlights waren jedoch die “Glasgow Challenge”, ein Tagestrips nach Edinburgh und die Erkundung der schottischen Highlands mit einem originalen Doppeldecker-Bus. Abends wurden gemeinsam schottische TĂ€nze zu Live-Musik gelernt oder auf dem von allen gemeinsam gestalteten „Internationalen Abend“ die leckersten Speisen und GetrĂ€nke aus jeder vertretenen Region vorgestellt und verkostet. Die Tour durch eine Whisky-Destille und der Besuch im Stirling Castle am letzten Tag machten diese Reise zu einem echten Schottland Erlebnis.
Wer nun vielleicht auch Lust bekommen hat, fremde LĂ€nder zu erkunden und internationale Freundschaften zu schließen, der kann sich um ein Praktikum bei IAESTE bewerben oder auch gleich als Mitarbeiter in unser Team einsteigen. Es gibt immer was zu tun und noch viel mehr dabei zu erleben.
Schaut doch einfach mal auf unsere IAESTE-Website oder kommt zu einem unserer Treffen dienstags 20 Uhr im Havanna-Club (aktuelle Informationen u. a. zu den Treffen immer auf der Webseite). Bei Fragen oder fĂŒr weitere Informationen stehen wir euch auch gerne in unserem BĂŒro im Lessingbau E 20 zur VerfĂŒgung, jeden Dienstag 14 – 15 und jeden Donnerstag 12.45 – 13.45 Uhr.

Wir freuen uns auf euch!

Autorin: Christin Pietsch

Studenten erkunden die Geologie des Morgenlandes – Exkursion im Sultanat Oman

April 19th, 2011 by toma

Exkursionen sind elementar fĂŒr das Studium der Naturwissenschaften und nehmen traditionell einen großen Teil der Ausbildung am Institut fĂŒr Geologie der TU Bergakademie Freiberg ein. Das Sultanat Oman am Ostrand der Arabischen Halbinsel war vom 25.02. bis 16.03.2011 das Ziel der diesjĂ€hrigen Auslandsexkursion des Lehrstuhls fĂŒr Allgemeine und Historische Geologie. In Kooperation mit dem Mineralogisch-Petrographischen Institut der UniversitĂ€t Hamburg verbrachten 17 Freiberger und 10 Hamburger Studenten eine lehrreiche und faszinierende Zeit in diesem geowissenschaftlichen Eldorado mit einzigartigen AufschlĂŒssen unterschiedlichster Gesteinsabfolgen.

Die Organisatoren und Leiter der Exkursion waren Dr. Jörg PfÀnder (Freiberg), Prof. Dr. Stefan Jung (Hamburg) und Dipl.-Geol. Enrico Kallmeier (Freiberg).


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Vom Flughafen Seeb bei Masqaáč­ (Muscat; Hauptstadt des Oman) starteten wir mit acht GelĂ€ndewagen in die Region um As Sifah und Sur im NO-Oman, wo wir die ersten beiden Tage verschiedene Sedimentabfolgen und Gesteine des Grundgebirges (z.B. GrĂŒnschiefer, Blauschiefer, Eklogite) untersuchten und diskutierten.

Der dritte Exkursionstag wurde von Prof. Dr. Sobhi Jaber Nasir, dem Leiter des Department of Earth Siences; Sultan Qaboos University durchgefĂŒhrt, der uns seine neusten Forschungsergebnisse zur Geochemie und Petrologie tertiĂ€rer Vulkanite im Zentral- und Ost-Oman vorstellte. Vor uns lagen nun geologische Höhepunkte – die Woodlands, der östliche AuslĂ€ufer der Wahiba SandwĂŒste und der weltberĂŒhmte Ophiolith-Komplex, welcher große Teile des Hajargebirges (auch Omangebirge genannt) bildet.

In den Woodlands studierten wir verschiedene DĂŒnenformen, konnten die Mechanismen des Ă€olischen Transports (durch Wind) nachvollziehen und machten Erfahrungen, wie schwierig sich das Leben in einer solchen WĂŒstenregion fĂŒr Mensch und Tier gestaltet.

Nach der WĂŒste ging es weiter ins Hajar-Gebirge. Dieses  ist das Produkt einer Kollision zwischen einer kontinentalen und einer ozeanischen Platte, wobei die ozeanische Platte auf die kontinentale aufgeschoben wurde. Durch die etwa kreidezeitliche Überschiebung (vor etwa 100 Millionen Jahren) sind in ihrer Gesamtheit einzigartige Gesteinsserien an die ErdoberflĂ€che gelangt, die heute ein Bild des Aufbaus der Ozeanischen Kruste und des Übergangsbereichs zwischen Kruste und Erdmantel vermitteln. Weiterhin sind Kissenlaven (pillow lava, geotimes pillows) aufgeschlossen, die typisch sind fĂŒr vulkanisch aktive Gebiete in der Tiefsee. So ist es im Oman möglich, trockenen Fußes ĂŒber den Grund eines ehemaligen Ozeans zu gehen.

Aber auch sedimentĂ€re Gesteinsabfolgen, die vor und nach der Überschiebung abgelagert wurden, sind im Omangebirge aufgeschlossen. Zum Beispiel wurden marine karbonatische Gesteine (Kalksteine) untersucht, die auf einem flachen Schelf (Karbonatplattform) abgelagert wurden. Weiterhin wurden karbonatisch/siliziklastische Mischgesteine studiert, die am Kontinentalhang und im Bereich des Kontinentalfußes bis zur Tiefseeebene abgelagert wurden (Turbidite).

NatĂŒrlich sind auch viele EindrĂŒcke fernab der Geologie bei den Teilnehmern haften geblieben. – Der Oman prĂ€sentiert sich als modernes, aufgeschlossenes Land mit klarer Besinnung auf seine Wurzeln. Die Menschen sind natĂŒrlich, gastfreundlich, weltoffen und immer bereit zu helfen oder ein kurzes GesprĂ€ch zu fĂŒhren. Somit war es auch nicht verwunderlich, dass die Einheimischen gern auf eine Tasse Tee im Lager vorbeikamen.

Die Kommunikation gestaltete sich nicht immer leicht, war aber durch Gestik und Mimik immer zu einem gewissen Teil möglich. Die grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte wie Muscat oder Nizwa, aber auch kleinere Ortschaften wie die Beduinen-Siedlung Bani Bu Ali verbinden Moderne und Tradition in ihrer Architektur, vermitteln aber in den Altstadtbereichen immer noch das morgenlĂ€ndische Bild der MĂ€rchen aus Tausendundeiner Nacht.

Bedanken möchten wir uns bei K+S, IHK Chemnitz, der Geologischen Vereinigung e.V. und den Freunden und Förderern der TU Bergakademie Freiberg e.V. fĂŒr die finanzielle UnterstĂŒtzung und bei Bedu Expeditionen fĂŒr die Bereitstellung zahlreicher AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde fĂŒr unsere Zeltlager und die Hilfe bei der nicht immer einfachen Logistik. Weiterhin bedanken wir uns bei Sobhi fĂŒr den tollen Tag und die EinfĂŒhrung in seine aktuelle Forschung.